Der Neunte ist da!

Zufrieden nach der Frühjahrsvollversammlung zeigten sich vorne von links der Leiter des Amtes für Jugend und Familie Manfred Weindl, Mitterskirchens Bürgermeister Christian Müllinger, das neue Vorstandsmitglied Thomas Wimmer, KJR-Vorsitzender Bernhard Eiglsperger und Kreisrätin Maria Watzl.

Endlich! Die Vorstandschaft des Kreisjugendrings ist wieder komplett. In der ersten Vollversammlung in Präsenz wählten die Delegierten der Rottaler Jugendverbände Thomas Wimmer in die KJR-Vorstandschaft.
Seit 26 Jahren ist Wimmer in der kirchlichen Jugendarbeit der Diözese Passau als Leiter des Kirchlichen Jugendbüros tätig. Nun wurde er von den Delegierten einstimmig als neuntes Vorstandsmitglied gewählt. Der 56-Jährige übernimmt damit die Position von Heiner Soffel. Der ehemalige evangelische Pfarrer hatte eine neue Pfarrstelle in Bad Tölz übertragen bekommen und konnte nicht mehr zur Wahl antreten. Wimmer wurde als Delegierter des BDKJ Rottal-Inn in die nun wieder vollständige KJR-Vorstandschaft gewählt.
Für fast alle war es ein ganz besonderer Abend in der Mehrzweckhalle in Mitterskirchen. Nachdem im letzten Jahr nur eine Vollversammlung in digitaler Form abgehalten werden konnte, freuten sich die Vertreter der Jugendverbände des Landkreises sich wieder in Präsenz begegnen zu können.
Dazu konnte KJR-Vorsitzender Bernhard Eiglsperger mehr als 30 Delegierte und Vertreter der Jugendarbeit begrüßen. Unter den Gästen waren der Leiter des Amtes für Jugend und Familie, Manfred Weindl, die Kreisräte Maria Watzl und Werner Schießl, Isabella Maier und Renate Harlander von der Kommunalen Jugendarbeit, Veronika Wolf von der Katholischen Jugendstelle sowie Steffi Denk und Otto Baumann vom Bezirksjugendring. Ein besonderer Dank galt dem ESV-Vorsitzenden Udo Ring und der Gemeinde Mitterskirchen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Zudem teilte Eiglsperger mit, dass zum 1. September ein neuer Geschäftsführer die Nachfolge von Patricia Brunner übernimmt.
„Der Kreisjugendring hatte für 2020 ein umfangreiches Programm geplant“, sagte KJR-Vorstandsmitglied Marion Aigner. Doch kurz vor den ersten Maßnahmen zu Ostern kam der erste Lockdown, dann der zweite und dritte. Fast alle geplanten Maßnahmen fielen Corona zum Opfer. „Und trotzdem ging einiges über die Bühne“, betonte Aigner.
Vieles wurde neu geplant und organisiert. So gab es in den Sommerferien sechs Workshops im Freien und vier Mini-Spielmobiltermine. Zudem wurde im Dezember eine große Packerlaktion initiiert. Ein großes Lob sprach sie der ehemaligen Geschäftsführerin Patricia Brunner aus. „Auch nach ihrem berufsbedingten Ausscheiden engagiert Patricia sich ehrenamtlich für den KJR.“ Auch die Jugendverbände und -vereine hätten große Kreativität gezeigt. Dabei erinnerte sie an die Friedenslichtaktion der Jugendfeuerwehr, die Onlinegottesdienste der evangelische Jugend Eggenfelden oder die Aktionen der Pfadfindergruppen in Kirchdorf und Pfarrkirchen. Zudem unterstützten viele Jugendgruppen vor allem die KLJB die Einkaufshilfen ihrer Gemeinden.
Einstimmig festgestellt wurde auch die Jahresrechnung des KJR. Vorstandsmitglied Anna-Lena Thanner erläuterte, dass die Vorstandschaft sich entschieden hat, der Vollversammlung vorzuschlagen, einen Betrag in Höhe von 6000 Euro aus den Rücklagen zu entnehmen und im Rahmen einer Sonder-Corona-Förderung die Vereine und Verbände zu unterstützen. „Die Unterlagen und die Anträge sind einfach gehalten und über die Homepage oder die Geschäftsstelle zu erhalten“, teilte Thanner mit.
„Für die Jugendarbeit ist alles schwieriger geworden“, betonte Kurt Vallée. Der stv. Landrat freute sich deshalb sehr, dass diese nun langsam wieder beginnen kann. „Online geht auch, aber in Präsenz ist es einfach viel schöner“, meinte die Vorsitzende des Bezirksjugendrings Niederbayern, Steffi Denk, und warb für mehr Aufmerksamkeit für Jugendliche vonseiten der Politik. Auch Paul Bauer, Delegierter und Bezirksvorsitzender der Jugend des Geflügelzuchtverbandes, mahnte die Politik, die Kinder und Jugendlichen nicht zu vergessen. Ein Lob für die Arbeit des Jugendrings hatte Wahlleiter Manfred Weindl parat. Zudem freute sich der Leiter des Amtes für Jugend und Familie, dass die Vorstandschaft wieder komplett ist.