Töpfern und Trommeln

Ein tolles Erlebnis war der digitale Waldlehrpfad im Bürgerwald Eggenfelden.

Trotz Corona zieht der Kreisjugendring Rottal-Inn eine positive Bilanz beim Sommerferienprogramm. Im August hat der KJR gleich sechs neue Maßnahmen quasi aus der Hosentasche gezogen. Neben Mini-Spielmobil in vier Gemeinden, ging es zwei Mal in den Bürgerwald, zum Trommeln und Töpfern sowie zum Basteln und Experimentieren mit Naturmaterialien ging es in Garten oder den Saal der evangelischen Pfarrgemeinde in Pfarrkirchen. Dazu gab es einen zweitägige Filmworkshop für Jugendliche in der Geschäftstelle.

„Wir können mehr als zufrieden sein.“ Dieses Fazit zog Bernhard Eiglsperger, als der Vorsitzende des Kreisjugendrings Rottal-Inn in der letzten Vorstandssitzung auf die Sommermaßnahmen für Kinder und Jugendliche zurückblickte.
„Wir wollten ein Alternativprogramm in den Sommerferien anbieten“, so Bernhard Eiglsperger. Nach wie vor halte Corona die Gesellschaft und damit auch Kinder sowie Jugendliche durch die geltenden Beschränkungen in Atem. Im Laufe der letzten Monate habe das KJR-Team immer wieder neue Pläne für Maßnahmen geschmiedet. Mehrere Vorbereitungstreffen mit den Betreuerteams seien notwendig gewesen, damit die sieben Aktivitäten auch hygienekonform stattfinden konnten. „Am Ende ging alles gut“, freute sich stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Heublhuber.
In den Monaten davor sah das alles noch ganz anders aus. „Wir hatten leider alle unsere Maßnahmen in den Oster- und Pfingstferien absagen müssen“, bedauerte Bernhard Eiglsperger. Gleichzeitig habe sich die Vorstandschaft des KJR entschieden, trotz allem in den Sommerferien attraktive Freizeitaktivitäten zu organisieren. „Kinder und Jugendliche brauchen gute Angebote, da kaum Ferienmaßnahmen in den Gemeinden stattfanden“, so Heublhuber. „Meist fanden die Aktionen draußen in der Natur statt, um die größtmögliche Sicherheit zu bieten“, fügte Geschäftsführerin Patricia Brunner hinzu.
Alle Angebote seien sehr gut angenommen worden, kein Programmpunkt musste abgesagt werden. Los ging es mit den zwei Töpferworkshops unter der Leitung von Ulrike Neidhard. Sie traf sich mit jeweils neun Kindern im Garten der evangelischen Pfarrgemeinde oder im evangelischen Gemeindesaal. „Wir töpfern Klangkugeln“ lautete das Thema für Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse. Nach vier Wochen Trocknungszeit machten sie dann zum Ende der Ferien die Glasurarbeiten in wieder zwei Workshops.
Gleich zwei Mal war der KJR im Bürgerwald Eggenfelden unterwegs. Gemeinsam mit dem Betreuerteam unternahmen Kinder von acht bis zwölf Jahren bei der „Natur-Erlebnistour“ einen abwechslungsreichen und interessanten Stationenlauf mit spannenden Rätseln. Beim Event „Erlebnis Wald“ machten sich zwei Kindergruppen unter Leitung von Försterin Maria Watzl und Erlebnispädagoge Simon Schneider auf dem digitalen Waldlehrpfad.
Ein unterhaltsamer kurzer Werbefilm entstand beim zweitägigen Filmdreh quer durch Pfarrkirchen. „Geschnitten wurde im Büro der Geschäftsstelle“, berichtete Verena Wagner von der Medienfachberatung des Bezirksjugendrings Niederbayern. Die Medienbeauftragte hatte die Führung von „Achtung, Klappe, Action“ inne. Etwas lautstärker ging es bei den Trommelworkshops zu. Zwei Kindergruppen erhielten im Garten des evangelischen Pfarrzentrums Pfarrkirchen von Georg Romeis eine Einführung in die Trommelkunst.
Ruhiger ging es beim „Basteln und Experimentieren mit Naturmatieralien“ für Kinder von sechs bis elf Jahren an der Geschäftsstelle des KJR unter Leitung von Anna Bielmeier und Sylvia Muselmann zu.
„Wir haben trotz der besonderen Gegebenheiten versucht, ein breites Spektrum anzubieten“, betonte KJR-Geschäftsführerin Patricia Brunner. Bei allen Angeboten wurde streng darauf geachtet, die Gesundheit der Kinder durch die von der Geschäftsführerin ausgearbeiteten Hygienekonzepte zu schützen. Ein Dank ggalt auch derr Sparkasse Rottal-Inn, welche die sommermaßnahmen des KJR mit einer Finanzspitze von 800 Euro unterstützt hat.

Am Ende war die Begeisterung bei den Teilnehmern groß. Und bei allen Abstimmungen zeigte sich, dass Spiel und Spaß trotz Mund-Nasenschutz, Händedesinfektion und Abstandsregeln möglich ist.