„Wilde Kinder“ haben Spaß

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Richtig wild ging es zu beim Zeltlager des Kreisjugendrings (KJR) für Neun- bis Zwölfjährige. Kein Wunder,  lautete das Motto der traditionellen Sommermaßnahme im Garten des Jugendübernachtungshauses in Dornach doch „Go Wild – Dieses Jahr wird’s wild“. 29 Mädchen und Buben waren mit dabei.

„Die Kinder waren alle super brav“, betont Marion Richter. Das KJR-Vorstandsmitglied war neben Beate Stegner hauptverantwortlich für das Zeltlager. „Beide sind erfahrene Betreuer“, erklärt Renate Harlander. Die Kommunale Jugendpflegerin hatte gemeinsam mit den Betreuern,  sechs jungen Frauen und einem Mann, das „wilde“ Programm vorbereitet.

Und die jungen Zeltlagerbesucher kamen von Sonntagnachmittag bis Freitagmittag voll auf ihre Kosten. Schon einen Tag vorher war das Betreuerteam angereist, um acht große Beduinenzelte für die Kinder  aufzustellen. Jedes der Zelte hatte eine Betreuerin oder einen Betreuer.

Traditionell werden bis zum ersten Lagerfeuer am Abend gemeinsam  mit den Kindern die Lagerregeln aufgestellt.  „Richtig los geht es erst am zweiten Tag“, erzählt Richter. Am Montag stand der „Wilde Kerle/Wilde Hühner“-Tag auf dem Programmzettel. „Wir haben zu Beginn Banden-T-Shirts bemalt. Somit hatte jede Gruppe  ihr eigenes Erkennungszeichen“, erklärt Beate Stegner. Danach ging es in den Wald zum Fähnchenspiel. Dabei mussten sich die Kinder, aufgeteilt in  vier Gruppen, gegenseitig ihre Fähnchen abjagen.

Am nächsten Tag gab es eine Tier-Olympiade. Beim Sackhüpfen und Seilspringen galt es zu springen wie ein Känguruh, beim Schubkarrenrennen schnell zu sein wie ein Wildpferd. Am Nachmittag folgte der alljährliche Höhepunkt der Lagerwoche, die große Wasserschlacht. „Das macht jedes Jahr allen immer am meisten Spaß“, so Stegner.

Das Wetter spielte einigermaßen mit. Doch in zwei Nächten entschied das Betreuerteam doch, zum Schlafen ins Jugendübernachtungshaus zu ziehen. „Einmal gab es Starkregen und einmal zog ein Gewitter über Dornach hinweg“, berichtet Stegner.

Am Mittwoch, dem „Wilder Wald“-Tag, ging es nach dem täglichen Morgensport  raus in die Natur zu einer Schnitzeljagd mit Quiz und Picknick. Am Nachmittag lautete die Aufgabe für die Kinder den „Bunten Abend“ zu planen. Wer es etwas ruhiger angehen wollte, konnte beim „Naturmandala-Gestalten“ seine Kreativität ausleben.

Nicht fehlen durfte ein Tag im „Wilden Westen“. Hier konnten die Kinder Indianerschmuck oder  Medizinsäckchen basteln und sich mit der passenden „Gesichtsbemalung“ schminken lassen. Wie jeden Tag standen viele Kooperations- und Gemeinschaftsspiele auf dem Programmzettel. Abends folgte passend zum Western-Thema der letzte Lagerfeuerabend mit Stockbrotbacken.

Schon war wieder Freitag und der letzte Zeltlagertag angebrochen. Da wollten die Betreuer dann von den braven „wilden Kindern“ wissen, was ihnen im Laufe der Woche am besten gefallen hatte. Wasserschlacht und Fähnchenspiel erhielten die meisten Punkte. Gefolgt vom Lagerfeuer mit Stockbrot. Klasse angekommen ist auch der Filmabend mit dem passenden Film „Die Wilden Kerle“.

Hoch gelobt wurde das Zeltlageressen. Gekocht wurde natürlich selbst. Dafür verantwortlich waren täglich zwei der Betreuer. Schinkennudeln, Burger, Spaghetti oder Pizza standen auf der Speisekarte. Dazu wurde einmal im Garten gegrillt.  Jetzt heißt es wieder warten, bis zum nächsten Jahr:  auf das KJR-Zeltlager in Dornach.